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Auf zwei Rädern durchs Welterbe. Radtouren ab Rhens.

Immer dem Fluss entlang

Kaum eine andere Art, das Obere Mittelrheintal zu entdecken, bringt Landschaft und Bewegung so selbstverständlich zusammen wie eine Radtour am Rhein. Der Rheinradweg führt direkt durch Rhens und folgt linksrheinisch durchgehend dem Fluss. Mal unmittelbar am Wasser, mal durch historische Orte und entlang der Weinberge eröffnet sich das Tal aus immer neuen Perspektiven.

Von Rhens aus lässt sich in beide Richtungen starten. Rheinabwärts führt der Weg nach Koblenz, rheinaufwärts über Spay und Boppard immer tiefer hinein in das UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Entspannt am Fluss, sportlich auf den Höhen

Unten am Rhein lässt es sich angenehm und weitgehend ohne große Steigungen fahren. Der linksrheinische Rheinradweg verläuft durchgehend am Fluss, über Promenaden und eigenständige Radwege und eignet sich damit auch für entspannte Touren.

Wer mehr Herausforderung sucht, verlässt das Rheintal und nimmt die Höhen in Angriff. Dort verändert sich das Erlebnis vollkommen. Anstiege führen hinauf zu Weinbergen, Wäldern und Aussichtspunkten, von denen sich der Rhein weit unten durch das Tal zieht.

So kann jeder seinen eigenen Rhythmus finden, von der entspannten Runde am Wasser bis zur sportlichen Tour über die Höhen.

Rheinabwärts nach Koblenz

In Richtung Norden führt der Rheinradweg vorbei an Stolzenfels nach Koblenz. Dort treffen Rhein und Mosel am Deutschen Eck aufeinander, hoch darüber liegt auf der gegenüberliegenden Rheinseite die Festung Ehrenbreitstein.

Koblenz eignet sich damit wunderbar als Ziel für eine kürzere Tour. Ein Spaziergang durch die Altstadt, eine Pause am Deutschen Eck oder ein Besuch der Festung lassen sich mit der Fahrt verbinden. Für den Rückweg bietet sich neben dem Fahrrad auch die Bahn an.

Rheinaufwärts in die Burgenlandschaft

In südlicher Richtung beginnt eine der eindrucksvollsten Etappen des Mittelrheins. Über Spay und Boppard folgt der Weg den großen Bögen des Rheins weiter Richtung St. Goar.

Burgen begleiten dabei immer wieder das Panorama. Die Marksburg erhebt sich gegenüber von Rhens über Braubach, weiter südlich folgen auf der rechten Rheinseite Burg Maus und Burg Katz. Wer die Loreley und St. Goarshausen erreichen möchte, kann bei St. Goar mit der Fähre die Rheinseite wechseln.

Gerade diese Verbindung aus Fahrrad, Fähre und Bahn macht längere Touren besonders flexibel. Auch die offizielle Tourismusorganisation empfiehlt Schiff, Fähre und Bahn, um Abschnitte beziehungsweise Rheinseiten miteinander zu verbinden.

Einfach losfahren

Ob eine spontane Runde am Nachmittag oder ein ganzer Tag entlang des Rheins, von Rhens aus lassen sich die Touren ganz nach Lust und Kondition gestalten. Zahlreiche Orte entlang des Flusses sind an die Bahn angebunden, sodass Hinweg und Rückweg nicht zwangsläufig identisch sein müssen.

Wer mag, bleibt unten am Wasser. Wer mehr Bewegung sucht, nimmt die Höhen dazu. Und wer einfach dem Rhein folgt, entdeckt eine Kulturlandschaft, deren Dimension sich vom Fahrrad aus besonders unmittelbar erschließt.

Der Weg ist dabei fast so schön wie das Ziel.

https://www.romantischer-rhein.de/rheinromantik-und-region/majestaetisches-unesco-welterbe/welterbe-oberes-mittelrheintal/radfahren-im-tal-der-loreley

Wanderwege rund um Rhens – der Rheinsteig zu Füßen der Villa

Wer die Region um die Villa Königsstuhl zu Fuß erkunden möchte, muss nicht weit gehen: Rhens liegt direkt am Rheinsteig, einem der bekanntesten Weitwanderwege Deutschlands, der auf rund 320 Kilometern von Wiesbaden bis Bonn dem rechten Rheinufer folgt. Für Gäste bedeutet das: erstklassige Wanderwege beginnen praktisch vor der Haustür.

Der Rheinsteig – Panoramawege mit Charakter

Der Rheinsteig ist bewusst nicht als bequemer Uferweg angelegt, sondern führt in Schleifen über die Hänge oberhalb des Flusses – mit dem Ergebnis, dass sich immer wieder neue, weite Ausblicke auf Flussschleifen, Steillagen-Weinberge und Burgen öffnen. Die Abschnitte rund um Rhens und Boppard gehören zu den reizvollsten des gesamten Wegs, da hier das Tal besonders eng und die Höhenunterschiede entsprechend markant sind. Wer nur eine Tagesetappe einplanen möchte, findet zahlreiche Ein- und Ausstiegspunkte, die sich gut mit der Bahnlinie im Tal kombinieren lassen – ein Vorteil, den erfahrene Weitwanderer am Rheinsteig besonders schätzen.

Kurze Runden für den Nachmittag

Nicht jeder Gast möchte gleich eine mehrstündige Etappe angehen. Rund um Rhens gibt es auch kürzere, ausgeschilderte Rundwege, die sich gut für einen Nachmittagsspaziergang eignen – etwa durch die Weinberge oberhalb des Ortes oder entlang kleinerer Seitentäler mit Blick auf die Marksburg. Diese Routen eignen sich besonders für Gäste, die die Landschaft in Ruhe genießen möchten, ohne auf lange Anstiege oder mehrstündige Tagesetappen eingestellt zu sein.

Was den Weg besonders macht

Charakteristisch für die Wege rund um Rhens ist der ständige Wechsel zwischen dichtem Mischwald, offenen Weinbergslagen und schroffen Felspartien – eine Abwechslung, die den Rheinsteig 2005 zum ersten deutschen Weitwanderweg mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ machte. Entlang der Strecke laden zudem historische Ausblicke, kleine Kapellen und Rastplätze mit Bank und Weitblick zum Verweilen ein.

Wer die Wanderung mit einer Einkehr verbinden möchte, findet in den umliegenden Winzerorten eine Reihe von Straußwirtschaften und Weingütern, die insbesondere in den warmen Monaten bewirtschaftet sind. Festes Schuhwerk ist auf den steileren Abschnitten empfehlenswert, ebenso ausreichend Wasser, da schattenspendende Passagen mit offenen, sonnigen Abschnitten wechseln.

Praktische Hinweise

Wanderkarten und detaillierte Etappenbeschreibungen sind über die offizielle Rheinsteig-Website sowie über die örtlichen Tourist-Informationen erhältlich. Für Gäste der Villa Königsstuhl empfiehlt sich, die Tour individuell mit der Rezeption abzustimmen – insbesondere wenn ein Rücktransport per Bahn oder Taxi eingeplant werden soll. So lässt sich der Rheinsteig unkompliziert in jeden Aufenthalt integrieren, ob als kurze Auflockerung zwischen zwei ruhigen Tagen oder als sportlicher Höhepunkt des Aufenthalts.