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Gärten und Parks am Mittelrhein

Es gibt Orte, die verändern den Blick auf eine Landschaft.

Ein alter Baum über einem verschlungenen Weg. Rosen vor historischen Mauern. Kräuter, die in der Sonne duften. Eine Bank hoch über dem Rhein.

Wer das Mittelrheintal auf diese Weise entdeckt, erlebt die grüne Seite der Region. Zwischen Bingen, Loreley, Koblenz und dem nördlichen Mittelrhein liegen historische Schlossparks, kleine Gärten, alte Alleen und besondere Landschaftsräume. Manche sind bekannt, andere entdeckt man eher zufällig. Und gerade das macht ihren Reiz aus.

Wo Natur und Kultur zusammenkommen

Die Gartenkultur gehört seit Jahrhunderten zum Mittelrhein. Menschen haben hier Parks angelegt, Promenaden geschaffen, Weinberge kultiviert und Gärten gestaltet. Dabei entstanden Orte, die viel über ihre jeweilige Zeit erzählen und zugleich wunderbar gegenwärtig wirken.

Im Fürstlichen Schlosspark Sayn lässt sich durch einen englischen Landschaftspark des 19. Jahrhunderts spazieren. Seltene Bäume, Wasserläufe und der Schlossweiher prägen die weitläufige Anlage. Ganz anders fühlt sich der kleine Winzergarten in Bacharach an. Hinter dem historischen Haus Sickingen wachsen Rosmarin, Lavendel, Salbei und Rosen. Ein Pavillon, ein Teich und Sitzplätze mit Blick über die Dächer Bacharachs machen aus dem ehemaligen Weinberg einen sehr persönlichen Garten. In Bingen führt die Spur noch weiter zurück. Der Hildegarten am Museum am Strom zeigt Pflanzen, die Hildegard von Bingen in ihrem naturkundlichen Werk beschrieben hat. Jeder dieser Orte erzählt seine eigene Geschichte.

Manchmal genügt eine Bank

Zu den schönsten Gartenerlebnissen am Mittelrhein gehören auch Orte, die sich kaum als klassische Gärten bezeichnen lassen.

Oberhalb von Lorch führt ein Weg durch den Welterbe-Weinberg. Trockenmauern, Reben und Weinbergstreppen begleiten den Aufstieg bis zu einer ungewöhnlichen Bank aus Eichenholz. Von dort öffnet sich der Blick weit über das Rheintal. Auf dem Loreley-Plateau führen gewundene Wege durch den Landschaftspark zu sechs Aussichtspunkten. Der Rhein liegt tief unten im Tal, während sich rundherum eine Landschaft ausbreitet, die seit der Romantik Reisende, Dichter und Künstler fasziniert. Und bei Oberwesel begegnen sich Kunst und Landschaft. Glasbilder stehen mitten in den Weinbergen und beziehen ihre Umgebung in die Kunst ein.

Das Schöne daran ist, dass diese Orte keinen großen Plan verlangen. Man geht los. Bleibt stehen. Schaut. Und bleibt vielleicht ein wenig länger als gedacht.

Das Mittelrheintal einmal anders entdecken

Burgen, Wein und Rhein gehören selbstverständlich zu dieser Landschaft. Ihre Gärten und Parks erzählen eine leisere Geschichte. Sie zeigen, wie eng Natur und Kultur hier miteinander verbunden sind. Ein Schlosspark wird zum Spaziergang durch das 19. Jahrhundert. Ein Kräutergarten erinnert an das Wissen Hildegards von Bingen. Ein alter Weinberg wird zu einem blühenden Garten. Und manchmal wird ein einzelner Aussichtspunkt zu dem Ort, an den man sich später besonders gut erinnert.

Von der Villa Königsstuhl aus lassen sich viele dieser grünen Orte wunderbar mit einem Tag am Rhein, einer Wanderung oder einem Besuch der historischen Städte und Dörfer verbinden.

Vielleicht sucht man sich einen Garten ganz bewusst aus. Vielleicht begegnet man ihm unterwegs. Beides hat seinen Reiz.

Broschüre Gartenkultur Mittelrheintal

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